Die Entwicklungsgeschichte des Landkreises Ostallgäu



weiter in der Zeit



Zahlreiche Funde von Kleinhandwerkzeugen aus Stein, z.B. bei den Orten Hopfen am See,Pfronten, Schwangau, Seeg und Weißensee deuten darauf hin, dass bereits in der Altsteinzeit (8000 v. Chr.) Menschen im heutigen Gebiet des Landkreises Ostallgäu lebten. Ähnliche Funde liegen aus der Mittelsteinzeit (bis 4000 v. Chr.) vor; Werkzeugfunde aus der Bronzezeit (2000 bis 1000 v. Chr.) am Breitenberg, am Weißensee, in Füssen und in Hohenschwangau deuten darauf hin, dass sich hier Menschen aufhielten. Anzeichen für eine feste Besiedlung aus dieser Zeit wurden allerdings nicht gefunden. Vorgeschichtsforscher nehmen an, dass sich Teile venetoillyrischer Stämme zum Abbau des Eisenerzvorkommens im Säuling- und Planseegebiet sowie bei Musau und Pflach ständig niedergelassen haben.


Auch sollen sich dort, wo heute Füssen steht, um diese Zeit Händler im Zuge des Salzhandels über das Mieminger Plateau und den Fernpaß in das Alpenvorland angesiedelt haben. Reste von Siedlungs- und Befestigungsanlagen der Kelten aus der jüngeren Eisenzeit (ab 500 v. Chr.) fand man an mehreren Stellen im Landkreis Ostallgäu. So erbauten die Kelten auf dem Auerberg die schon vom griechischen Geographen Strabo erwähnte Festung Damasia, wahrscheinlich auch die Burg Gabis bei Roßhaupten und andere Wallanlagen.