![]() „Allgäu & Außerfern barrierefrei“ – Datenerfasser drücken die SchulbankAktuelle Mitteilung vom 30.07.10Einer umfassenden Schulung über die DIN-Vorschriften zum barrierefreien Bauen unterzogen sich die Ostallgäuer Freiwilligen, welche demnächst die Datenerhebung für das grenzüberschreitende Projekt „Allgäu & Außerfern barrierefrei“ im Landkreis übernehmen werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen einmal die Basis für eine mittelfristig barrierefreie Infrastruktur in der gesamten Projektregion – das sind die 4 Allgäuer Landkreise einschließlich des Tiroler Außerferns – bilden. Wie müssen Treppenhäuser gestaltet sein, damit sie bestmöglich auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden können? Wie hoch muss das Treppengeländer sein? Welche Sichthilfen gibt es für Treppenstufen? – Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich zwölf freiwillige Datenerfasser aus dem Ostallgäu in einer umfassenden Schulung auseinandersetzten. Waltraud Joa, die Behindertenbeauftragte des Landkreises, und Referent John Wilhelm von der Herzogsägmühle stellten Ihnen die umfangreichen DIN-Vorschriften vor, die sie ab Mitte August in ihrer Fragebogenaktion kennen müssen. Die gibt es nicht nur für Treppen, sondern auch für Parkplätze, Aufzüge, Gasträume, Hotelzimmer und vieles mehr. Die Ostallgäuer Datenerfasser, darunter auch einige Menschen mit Behinderungen, stürzen sich mit großem Eifer in ihre Aufgabe Öffentliche Einrichtungen wie Hotels, Gaststätten, Einzelhändler, Arztpraxen, Sportstätten, Therapie- und Freizeiteinrichtungen können sich derzeit über ihre Gemeinden für die Teilnahme an dem Projekt bewerben. Aus den eingehenden Meldungen werden im Ostallgäu 200 Teilnehmer ausgewählt, welche dann im Rahmen des mit EU-Mitteln bezuschussten Programms erfasst und ausgewertet werden. Durch das Projekt soll sowohl Senioren als auch Menschen mit Behinderung die gleichwertige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Gleichzeitig sollen sich neue touristische Konzepte für diesen Personenkreis entwickeln, welche eine detaillierte Information über Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Freizeit- und Infrastruktureinrichtungen, bessere Planung von Freizeitaktivitäten und Urlaubsaufenthalten und eine allgemeine Sensibilisierung für die Belange dieses wachsenden Personenkreises fördern.
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