Allgäu & Außerfern barrierefrei

Das Projekt der vier Allgäuer Landkreise und der Regionalenwicklung Außerfern/Tirol ist vielschichtig und umfasst ein Projektgebiet mit rund 680.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie insgesamt 17 Mio. Übernachtungen pro Jahr. Es wird im von INTERREG Bayern - Österreich 2007 - 2013 gefördert.

Der sich abzeichnende demographische Wandel fordert von der Gesellschaft und den Kommunen, sich mit den Herausforderungen wie Mobilität und Zugänglichkeit auseinander-zusetzen. Die Barrierefreiheit ist dabei eine wichtige Voraussetzung für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Die fünf Partnerregionen wollen für die Belange dieser Personengruppen sensibilisieren und am Anfang steht die Frage: „Wie barrierefrei sind wir eigentlich?“. Um hier eine fundierte Basisinformation zu haben, gibt es systematische Erfassungen öffentlich zugänglicher Einrichtungen. Im ersten Schritt wurden im Sommer 2010 sogenannte „Erfasser“ nach einheitlichen Kriterien ausgebildet. Diese Personen werden nun anhand speziell entwickelter Fragebögen insgesamt 1.000 Einrichtungen im gesamten Projektgebiet, die Interesse an einer solchen Bewertung haben, besuchen.

Diese ersten Bestandserfassungen sollen Impuls sein, die baulichen Gegebenheiten auch in weiteren Objekten wie Rathäusern, Hotels, Restaurants, Freizeiteinrichtungen und dem Einzelhandel näher zu beleuchten und - mit oft kleinen und kostengünstigen Maßnahmen – die örtlichen Verhältnisse zu verbessern. Die Erfasser werden hier nicht als Kontrolleure, sondern vor allem als Berater tätig und werden bei den Eigentümern der Objekte, die sich selbst für eine solche Bewertung melden und interessieren, in detaillierten Gesprächen die Dinge reflektieren.

Eine einheitliche Auswertung und Aufbereitung der erfassten Daten ist im zweiten Schritt Grundlage für die Entwicklung touristischer Angebote für barrierefreien Tourismus und auch die weitere Entwicklung der Regionen.



Barrierefrei im Alltag - ein Nutzen für alle